Das Über-Ich "Weil er da ist", antwortete George Mallory auf die Frage, warum er ständig den Mount Everest besteigen will. ähnlich könnte ich auf die Frage antworten, warum ich Musik mache: "weil es sie gibt". Keine Ahnung warum mich das gepackt hat, es war irgendwann in der heimeligen Umgebung des Elternhauses, es war das Radio, es war damals noch SDR 3 oder so. Mit Jahrgang `62 hat man manche nostalgische Jugenderinnerungen an moderne Medien, wie z.B. jene, dass es eigentlich nur drei Fernsehprogramme gab. Aber es geht um die Musik und das Instrument und das ist der Bass, vielen als vereinfachte Gitarre bekannt. Aber das da viel mehr ist, weiß man leider erst richtig, wenn man das Ding mal untersucht und spielt. Ich komme, wie viele andere Bassisten auch, von der Gitarre, die ich auch heute noch sehr gerne spiele. Die Vereinigung von Rhythmus und Harmonie in der Rockmusik ist eben der Bass, da kann der Rest der Band sagen was er will. Er besitzt ein unerschöpfliches Reservoir an Möglichkeiten den "Sound" zu bestimmen. Wie alle anderen Instrumente auch, ich will ja nicht übertreiben. Vielleicht noch eine Anmerkung zu dem "dicken Daumen", diese Umschreibung findet häufig in der Vita von Bassisten Verwendung. Bei mir ist das kein Gütesiegel für exorbitante Spielleistung, sondern eine völlig richtige anatomische Beschreibung meiner beiden Daumen. Ich würde sagen, dick und schön. Geboren bin ich in der Pfalz, ein wunderschöner Flecken Erde. Nicht nur weil es da Weinfeste gibt. AllaHopp!

Die Musik Es kann nur einen geben. Dies berühmte Zitat aus einem Hollywood-Streifen, trifft auf meinen erklärten Lieblingsmusiker zu: Frank Zappa. Es gibt keinen besseren Arrangeur und Komponisten in der Popularmusik. Für alle, die jetzt sagen, Frank Zappa, kenn ich, das ist doch der mit Bobby Brown, sei gesagt, ihr wisst nichts. Diesen Satz nicht aus Arroganz, sondern aus langer intensiver Kenntnisnahme geboren, verstehen einfach nur die Zappaisten unter uns. Ich kann nur empfehlen die Hürde zu nehmen und mal in sein Werk hineinzulauschen.

Das Instrument Für alle, die es interessiert: ich spiele einen Neuser-Bass, ein hervorragendes Teilchen; finnische Firma, die in Tschechien produziert - wir sind doch alle Europäer, was Helmut? Aber richtig gut verarbeitet und absolut vielseitig im Sound. Die Slaps kommen hervorragend, wie auch die tiefen Töne für die wichtige Bassmatte. Der Verstärker ist ein Carvin, über 15 Jahre alt, aber, na ja, ihr ahnt es schon, ein klasse Gerät. Die Übertragung überlasse ich Elektro Voice – die Übersetzung ins Deutsche lautet: stabil, groß und schwer. 2x15 und 1x12 Zoll Lautsprecher sagen eigentlich schon alles. Könnte mir vielleicht jemand beim Tragen helfen? Eine meiner Standardfragen, wenn ich das Ding transportieren will. Aber die Anstrengung lohnt sich, wirklich! Im übrigen spiele ich diese Anlage seit mehr als 10 Jahren und habe die verschiedensten Modeströmungen beim Bass erlebt. Inzwischen sind wir wieder zusammen, die Mode und ich. Ich hab’s immer gewusst: Hubraum statt Spoiler.

 
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